Die SUNMENTORS „Handlungsempfehlungen für die Lehre an Hochschulen“ bieten einen strategischen Rahmen, um die psychische Gesundheit von Studierenden stärker in den Strukturen und Steuerungsprozessen von Hochschulen zu verankern. Angesichts zunehmender psychischer Belastungen unter Studierenden sind Hochschulen gefordert, über einzelne Unterstützungsangebote hinauszugehen und einen systematischen, hochschulweiten Ansatz zu entwickeln.

Die Handlungsempfehlungen überführen die Erfahrungen und Ergebnisse des SUNMENTORS-Projekts in konkrete, evidenzbasierte Empfehlungen für Hochschulleitungen, Dekanate, politische Entscheidungsträger*innen und weitere Verantwortliche. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wissen und Kompetenzen im Bereich psychischer Gesundheit in Lehre, institutionelle Strukturen und Qualitätssicherung integriert werden können, um ein abgestimmtes und nachhaltiges Vorgehen auf allen Ebenen der Hochschule zu ermöglichen.

Dabei wird die wichtige Rolle von Lehrenden als häufig erste Ansprechpersonen für psychisch belastete Studierende hervorgehoben. Zugleich wird deutlich gemacht, dass Lehrende klare institutionelle Rahmenbedingungen, verlässliche Weiterverweisungswege und organisatorische Unterstützung benötigen. Vorgeschlagen werden konkrete Strategien, um Schulungen zur psychischen Gesundheit in bestehende hochschuldidaktische Weiterbildungsstrukturen zu integrieren, institutionelle Richtlinien mit der Alltagspraxis zu verbinden und die Handlungsfähigkeit von Hochschulen zu stärken.

Mit ihrer umfassenden Governance-Perspektive unterstützen die Handlungsempfehlungen Hochschulen dabei, inklusivere, bedarfsgerechtere und nachhaltigere Lernumgebungen zu schaffen. Ziel ist ein grundlegender Wandel: weg von einer überwiegend reaktiven Unterstützung hin zu einem proaktiven und präventiven Umgang mit der psychischen Gesundheit von Studierenden in Europa.